Lieb gewonnene Gewohnheit mal anders

01.07.2019 | 22:07
Die in den vergangenen Jahren sicherlich von dem ein oder anderen schon lieb gewonnene Gewohnheit, einen exklusiven Bericht des Fanvertreters aus dem Trainingslager zu erhalten soll auch diesmal zumindest nicht komplett unbefriedigt bleiben. Daher haben Ralf Schuh und ich uns entschlossen gehabt, einen kurzen gemeinsamen Bericht aus Herzlake zu fertigen.

Ralf war bereits von Donnerstag an in Herzlake, ich konnte erst Freitagabend hinzukommen. Ralf hat entsprechend noch 1 ½ komplette Trainingstage mitbekommen. Sein Eindruck diesbezüglich war, dass insgesamt eine vielversprechende Vorstellung im Training und auch im vor Ort gespielten Turnier zu verzeichnen war. Ein neues Spielsystem wurde unter dem neuen Trainer eingeübt, das auf Tempo und Ballbesitz setzt und den Torwart in das Aufbauspiel mit einbindet. Dies klingt auf dem ersten Blick zunächst ziemlich riskant, hat aber für das eigene Angriffsspiel gerade gegen tief stehende Gegner notwendiger Weise den Vorteil, dass man leichter Überzahlsituation schaffen kann. Die Spielanlage insgesamt wurde von uns in den Testspielen als offensiver empfunden, hohes Pressing, schnelles Aufbauspiel standen im Vordergrund, unnötige Dribblings- und Ballverschleppen wurden zugunsten eines schnellen Passspiels immer wieder geächtet.

Nach aktueller Auffassung des sehr fachkundigen „Fanscouts“ Ralf ist es nahezu unmöglich zu sagen, wer zum Saisonstart nicht in den 18er Kader kommen wird. Der Kader erscheint insgesamt äußerst ausgeglichen. In der Breite scheinen wir deutlich besser aufgestellt zu sein als in den vergangenen Jahren, so dass wir Verletzungen oder mögliche Sperren leichter kompensieren können. So viel zum Sportlichen!

Am Freitag Abend konnten wir dann gemeinsam mit der Mannschaft und einigen mitgereisten Fans und Sponsoren das Abendessen einnehmen, wobei wir auch ausgiebig ins Gespräch mit einzelnen Spielern kamen.

Die Stimmung in der Mannschaft haben wir hierbei als gelöst und angenehm empfunden. Es war ein netter, wenn auch mit den Spielern nur kurzer Abend, da diese recht früh ins Bett gingen, weil das Trainingslager offenbar seine Spuren gezeitigt hatte.
 
Im Nachgang konnten wir dann jedoch mit dem Trainerteam bei dem ein oder anderen Kaltgetränk auch noch unsere Auffassungen über dem Fußball im Allgemeinen und unserem Verein im Speziellen austauschen.
 
Da am nächsten Tag dann in erster Linie Regenerationstraining sowie Videoanalyse auf dem Programm standen, konnten wir unseren Vorsatz, das Trainingslager auch für eine symbolische Staffelübergabe zu nutzen, in dem Ralf als alt gedienter Fanvertreter mich als zu diesem Zeitpunkt zwar noch nicht bestätigten, aber zumindest von der Abteilungsversammlung der FFA auserkorenen Fanvertreter in seine Arbeit einwies. So wurde mir umfänglich die Arbeitsweise des Aufsichtsrates von Ralf erklärt. Herzlichen Dank hierfür! Ich fühle mich durch unseren Austausch deutlich besser vorbereitet auf meine neue Tätigkeit!
 
So wurde das Trainingslager von allen Seite konstruktiv genutzt. Die Arbeit kann beginnen.
 
Rot-Weisse Grüße
 
Dirk