Sommerloch im Aufsichtsrat – der aktuelle Bericht von Ralf Schuh

13.07.2016 | 21:07
Einen Hauch von Sommerloch versprühte die gestrige AR-Sitzung im Stadion Essen. In der Rekordzeit von 2 Stunden waren wir „durch“. Erstmals unter der Leitung von Dr. Helf und mit Dr. Hermes als neues AR-Mitglied.

Zunächst wurden kurz die bisherigen Eindrücke, die jeder Einzelne im Verlauf der bisherigen Vorbereitung von der Mannschaft gewinnen konnte, ausgetauscht.

Immerhin waren mit Dr. Helf, Dr. Öhlert, Prof. Dr. Welling und mir  ( ich muss irgendwann doch noch meinen Doktortitel nachholen ... ) gleich 4 Anwesende ein oder zwei Tage mit im Trainingslager.

Wenn man hieraus ein Fazit ziehen will, kann es vielleicht so lauten:

Spieltechnisch vielleicht der beste Kader der Nachinsolvenz-Ära, aber ohne nicht ein paar Spiele unter dem berühmten und offenbar nur in Essen so massiven „Erfolgsdruck“ gesehen zu haben, kann und will man nicht in Euphorie verfallen.

Weitere Neuverpflichtungen sind eine budgetäre Frage. Hier muss man sehen, was mit Yesilova und Osvold wird und auch wie sich der „Fall Harttgen“ entwickelt.

Wo wir gerade bei diesem Thema sind:

Am 04.08. wird ein Urteil verkündet, allerdings ist dieses nicht letztinstanzlich und man muss davon ausgehen, dass beide Seiten das Urteil nicht akzeptieren werden, wenn es gegen sie ausfällt.

Es gibt da übrigens nur „Sekt oder Selters“, sofern man sich - dafür spricht im Moment wenig - nicht außergerichtlich vergleicht.

Wir sehen uns hier weiterhin in einer deutlich besseren Ausgangsposition als die Gegenseite.

In Sachen Kölmel wird übrigens am 06.10. ein erstinstanzliches Urteil ergehen. Hier sind wir nicht so optimistisch, weil die Rechtslage auch deutlich komplexer ist. Aber auch hier wird es danach wahrscheinlich in die nächste Instanz gehen.

MW stellte dann den aktuellen Stand der Vertriebsaktivitäten vor. Sein Team hat aktuell „Hochsaison“, da bis zum Saisonstart ein Großteil der Verträge unter Dach und Fach sein sollte.

Die Situation um die städtischen Gesellschaften, die Ihr Engagement bei RWE in den letzten 2-3 Jahren kontinuierlich zurückgefahren haben, macht es da nicht einfacher. Zudem war die letzte Saison nicht dazu geeignet, sie als „verkaufsfördernd“ einzustufen.

Ziel ist es dennoch auch in diesem Bereich die Einnahmen gegenüber der Vorsaison leicht zu steigern.

Hinsichtlich der Übernahme des Stadionbetriebes durch RWE ist man weiter in Gesprächen mit der GVE und hat auch schon organisatorische Strukturen ausgearbeitet. Allerdings ist das Zahlenmaterial an der einen oder anderen Stelle noch zu „dünn“ um einen echten Businessplan zu erstellen und letztlich sicher abschätzen zu können, welche finanzielle Konsequenzen so eine Maßnahme dann für die Stadt oder RWE hat. Da ist also noch Arbeit.

Da Thema Sportbeirat wird in den nächsten Tagen und Wochen von MW und Frank Kurth intensiviert hinsichtlich Kandidaten und Definition der Tätigkeitsbereiche.

Ansonsten können wir es eigentlich alle kaum erwarten, dass es wieder losgeht und wir im Stadion erleben können, ob wir die Weichen richtig gestellt haben.

In diesem Zusammenhang der Hinweis, dass es momentan so aussieht, dass gute Chancen bestehen, dass unser erstes Heimspiel an einem Freitagabend stattfindet!

Darauf den Dienstag wäre die nächste AR-Sitzung. Da wir aber nicht im Stadion Zoo tagen wollen, wurde diese auf Montag, den 08.08. vorverlegt.